Elsa-Brändström-Schule Bonn

 

Bildungs- und Freizeitangebote

In unserer Schule und OGS legen wir großen Wert darauf, dass die Kinder möglichst viel Zeit mit ihren vertrauten Bezugspersonen verbringen. In der OGS nehmen die Kinder an vielfältigen Angeboten teil, die zum großen Teil im Gruppenverbund gemeinsam mit den Erzieherinnen und Erziehern stattfinden.

Das hat den Vorteil, dass die Kinder Gruppenstrukturen (z.B. gemeinsame Regeln und Rituale) festigen können und dass das Gemeinschaftsgefühl der Kinder durch unterschiedliche Aktivitäten im Gruppenverbund gestärkt wird.

Daneben gibt es in allen Gruppen individuelle Angebote, z.B. Bewegungsspiele, kochen und backen, Rollenspiele, kleine spielerische Lerneinheiten, gemeinsame Geburtstagsfeiern, Gruppenstunden, bauen und werken, Brettspiele, kreative Angebote usw.

 

Freispiel

 „Kinder lernen beim Spielen. Sie verarbeiten Erfahrungen im Spiel und schlüpfen in andere Rollen. Kinder lernen so am Modell, das heißt übernehmen Erfahrungen von anderen, imitieren, wiederholen und verändern. Dadurch lernen sie, sich nach Spiel- beziehungsweise nach sozialen Regeln zu verhalten und zu leben; sie lernen, Teil eines sozialen Gefüges zu sein. Seit jeher ist Spielen als wichtiger Bestandteil in der kindlichen Entwicklung des Menschen fast in allen Kulturen zu finden.“  (Prof.Dr.Dr. Manfred Spitzer) 

Spielen, d.h. im freien Spiel oder in angeleiteten Spielsituationen, ist im OGS-Bereich einer der Schwerpunkte unserer Arbeit, denn das kindliche Spiel ist die am besten geeignete Lernform in dem Alter. Spielen erfüllt vielfältige Zwecke:

- Spielen entsteht aus intrinsischer Motivation, d.h. das Kind entwickelt aus sich heraus Freude und Lust auf eine bestimmte spielerische Tätigkeit und kann Situationen selbst kontrollieren

- Kinder spielen nicht, um eine außerhalb der Spieltätigkeit liegende Absicht zu erfüllen, sondern um des Spielens willen. Daraus kann ein sogenanntes „Flow-Erlebnis“ erwachsen, währenddessen das Kind ein intensiv schönes Erlebnis hat und ganz in seinem Spiel aufgeht. Weil Kinder diesen Zustand im Spiel oft erreichen, verlieren sie auch oft ihr Zeitgefühl und sind voll und ganz in ihre Tätigkeit vertieft

- während des Spielens wird die Phantasie und Vorstellungskraft des Kindes in besonderem Maße angesprochen, was die Entwicklung eigener Ideen anregt

- im Spiel werden Abläufe und Spielhandlungen oft wiederholt und ritualisiert. Diesen Ritualcharakter können Kinder später z.B. auf das Erlernen von mathematischen Fähigkeiten übertragen

- auch wenn während des Spielens oft Regeln vorgegeben sind, werden die Kinder trotzdem zu eigenverantwortlichem Handeln bewegt 

In unseren Gruppen und Bildungsangeboten geben wir den Kindern vielfältige Möglichkeiten des kindlichen Spiels und sorgen dafür, dass nicht jede freie Minute der Kinder von Erwachsenen verplant ist, denn:

Das kindliche Spiel ist die beste und am meisten kindgerechte Form des Lernens in diesem Alter.